Bild: TIWAG

Die Energiewende braucht nicht nur innovative Technologien, sondern vor allem engagierte Menschen, die sie Tag für Tag voranbringen. Die TIWAG zählt zu den wichtigsten Energieunternehmen Österreichs und investiert Milliarden in den Ausbau erneuerbarer Energien, intelligenter Stromnetze und moderner Infrastruktur. Doch was macht das Unternehmen als Arbeitgeber aus? Welche Karrierechancen bietet die TIWAG Fachkräften, Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern sowie Lehrlingen? Und wie werden Themen wie Nachhaltigkeit, Weiterbildung, Diversität und Work-Life-Balance im Arbeitsalltag gelebt? Im Interview gibt die TIWAG spannende Einblicke in ihre Unternehmenskultur, aktuelle Zukunftsprojekte und zeigt, warum eine Karriere bei der TIWAG die Möglichkeit bietet, die Energiezukunft Tirols aktiv mitzugestalten.

INTERVIEW

JOBVERDE: Viele Fachkräfte suchen heute nach einer Aufgabe mit gesellschaftlichem Mehrwert. An welchen konkreten Projekten arbeiten Ihre Teams, um die Energiewende in Tirol direkt mitzugestalten? 

TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG: Unsere MitarbeiterInnen erleben ihre Arbeit als sinnstiftend, weil sie ganz konkret an der Energiezukunft Tirols mitwirken und dabei technische Innovation mit ökologischer Verantwortung verbinden. Vom Ausbau der erneuerbaren Wasserkraft durch Projekte wie Erweiterung Kühtai, Tauernbach Gruben und Imst-Haiming bis hin zu Photovoltaik, Speichern und Stromnetzen für eine sichere, flexible Versorgung arbeiten unsere Teams unmittelbar an der Energiewende mit. Ergänzend treiben wir Ladeinfrastruktur für E-Mobilität, den Ausbau der Fernwärme mit steigendem erneuerbarem Anteil sowie einen höheren Biogasanteil in der Gasversorgung voran. Intern steigern wir die Energieeffizienz und nutzen Digitalisierung für Prozessoptimierung, Transparenz und Sicherheit. Einen hohen Stellenwert hat der Schutz der Biodiversität: Bei Planung, Bau und Betrieb setzen wir unter behördlicher und wissenschaftlicher Begleitung umfassende Vermeidungs-, Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen um – vom Artenschutz bis zu Renaturierung. Diese Verbindung aus technischer Umsetzung, ökologischem Anspruch und gesellschaftlicher Wirkung macht die Arbeit für viele unserer Fachkräfte besonders sinnstiftend.

Die Energiewirtschaft verändert sich rasant. Welche Programme bieten Sie an, um die Belegschaft auf neue Technologien wie grünen Wasserstoff oder intelligente Netzsteuerung vorzubereiten?

Wir setzen stark auf Aus- und Weiterbildung. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden regelmäßig durch interne Schulungen mit FachexpertInnen sowie durch externe Tagungen, Seminare und spezialisierte Lehrgänge weiterqualifiziert. Aus- und Fortbildung wird im Konzern aktiv gefördert, denn wir sind überzeugt: Wissen ist die zentrale Voraussetzung, um den technologischen Wandel erfolgreich zu gestalten.

Bild: TIWAG / Martin Vandory

Abseits der großen Kraftwerke: Welche Maßnahmen setzt die TIWAG intern um, um den ökologischen Fußabdruck der Bürostandorte und der Fahrzeugflotte für die Mitarbeitenden zu reduzieren?

Hier verfolgen wir einen breiten Ansatz. Unsere Poolfahrzeuge sind überwiegend elektrisch, zusätzlich fördern umweltfreundliche Mobilität durch Fahrtkostenzuschüsse. Homeoffice, Desksharing und papierarme digitale Prozesse helfen dabei, Ressourcen zu schonen. Mülltrennung und Abfallreduktion sind fixer Bestandteil des Büroalltags. Begleitend setzen wir auf Bewusstseinsbildung und Schulungen zu Umwelt-, Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitsthemen.

Neben ökologischen Zielen spielt die soziale Nachhaltigkeit eine große Rolle. Wie unterstützen Sie Ihre Angestellten dabei, Berufsleben und private Lebensentwürfe, etwa durch flexible Modelle, langfristig in Einklang zu bringen?

Wir legen einen starken Fokus auf faire Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Maßnahmen zur Work-Life-Balance. Als familienfreundlicher Arbeitgeber bieten wir daher eine Vielzahl flexibler Modelle an: Homeoffice und Gleitzeit, Teilzeitmöglichkeiten sowie Unterstützung in verschiedenen Lebensphasen, etwa durch ein Papamonat, Karenzmodelle oder einen Kinderkrippenzuschuss. Ziel ist es, individuelle Lebenssituationen bestmöglich mit dem Berufsalltag vereinbaren zu können.

Unterschiedliche Perspektiven fördern kreative Lösungen für komplexe Probleme. Welche Ansätze verfolgen Sie, um die Diversität in den technischen und beratenden Berufen Ihres Unternehmens zu fördern?

Diversität, Gleichbehandlung und Inklusion sind fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Vielfalt und Chancengleichheit sind in unseren Leitlinien und Personalprozessen definiert und bilden den Rahmen für alle Entscheidungen, von der Rekrutierung bis zur Führungskräfteentwicklung. Ein unternehmensweiter Leitfaden für respektvolles Verhalten sowie regelmäßige Schulungen zu Diversität, unbewussten Vorurteilen und inklusiver Kommunikation schaffen ein wertschätzendes Arbeitsumfeld. Bereits im Recruiting achten wir auf die Ansprache vielfältiger Talente, etwa durch genderneutrale Stellenanzeigen und transparente, diskriminierungsfreie Auswahlprozesse.

Die Anforderungen in technischen Berufen wandeln sich durch die Digitalisierung enorm. Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Lehrwerkstätten und Ausbildungsprogramme nicht nur aktuelles Fachwissen vermitteln, sondern die Fachkräfte von morgen auch auf neue Technologien wie smarte Stromnetze vorbereiten?

Wir verfolgen einen ganzheitlichen und stark praxisorientierten Ausbildungsansatz. In Kooperation mit der HTL Anichstraße und der HTL Trenkwalderstraße stehen wir in engem Austausch mit den Schulen, welcher Praxisvorträge, Exkursionen bis hin zur kontinuierlichen Begleitung von Partnerschaftsklassen bis zur Matura umfasst. Unsere Lehrlinge arbeiten bereits während der Ausbildung mit jenen Technologien, die später im Netz oder im Kraftwerk eingesetzt werden. Dabei handelt es sich etwa um intelligente Trafostationen, moderne Netzleittechnik oder Mess- und Diagnosesysteme. Digitalisierung ist auch Teil der Ausbildung selbst, etwa über digitale Lernplattformen und E-Learning-Formate.

Besonderes Augenmerk legen wir beispielsweise in der Elektrotechnik-Ausbildung auf Smart Grids und erneuerbare Energien. Lehrlinge lernen früh den Umgang mit PV-Anlagen, Batteriespeichern, Smart Metern und intelligenten Schutzsystemen. Gleichzeitig fördern wir eine Kultur des lebenslangen Lernens und eröffnen nach der Lehrabschlussprüfung vielfältige Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

Bild: TIWAG/Christa Jenewein

Welche Meilensteine für eine grüne Energiezukunft stehen als nächstes bei der TIWAG an? 

Der notwendige Umbau des Energiesystems verlangt einen zusätzlichen Kraftakt beim Ausbau erneuerbarer Energien. Neben Photovoltaik und Wind spielt dabei insbesondere die Wasserkraft eine zentrale Rolle, für deren Ausbau Tirol aufgrund seiner natürlichen Gegebenheiten besonders prädestiniert ist und den TIWAG konsequent vorantreibt. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energieerzeugung gewinnen zudem flexible Laststeuerung, moderne Speicherlösungen – insbesondere (Pump-)Speicherkraftwerke – und innovative Energiesysteme zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund investiert TIWAG bis 2030 rund 1,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Wasserkraft, weitere 210 Millionen Euro in innovative Energiesysteme, Mobilität und Wärme sowie 720 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung der Netzinfrastruktur. Ziel ist es, Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Systemstabilität auch künftig zuverlässig miteinander zu verbinden.

Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich bei der TIWAG zu bewerben, und was unterscheidet Sie von anderen Arbeitgebern in der Energiebranche?

Weil man bei uns an einer Aufgabe mit echtem gesellschaftlichem Mehrwert arbeitet. Unsere MitarbeiterInnen leisten einen konkreten Beitrag zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit und gestalten die Energiewende aktiv mit. Gleichzeitig bieten wir sichere Arbeitsplätze, echte Entwicklungschancen und einen klar zukunftsorientierten Unternehmenszweck. Als Tiroler Traditionsunternehmen seit 1924 verbinden wir Stabilität mit Innovation und genau diese Kombination macht uns als Arbeitgeber aus.

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Corinna Misterek

Corinna Misterek studiert Kommunikations- und Medienwissenschaft. Sie ist in der Öffentlichkeitsarbeit und im Social-Media-Marketing tätig und sammelte internationale Erfahrung während eines Erasmus-Semesters in Malta. Thematisch interessiert sie sich besonders für nachhaltige Ernährung.

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Corinna Misterek

Corinna Misterek studiert Kommunikations- und Medienwissenschaft. Sie ist in der Öffentlichkeitsarbeit und im Social-Media-Marketing tätig und sammelte internationale Erfahrung während eines Erasmus-Semesters in Malta. Thematisch interessiert sie sich besonders für nachhaltige Ernährung.

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