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Die Sehnsucht nach echten Lösungen hat das Thema Nachhaltigkeit mitten in die Hörsäle gebracht. Es ist die Antwort auf eine Welt, die sich im Umbruch befindet und nach neuen Wegen sucht, Ökonomie und Ökologie zu vereinen. Ein Studium im Bereich Nachhaltigkeit gleicht dem Erwerb eines Kompasses für die Zukunft: Es vermittelt das nötige Werkzeug, um die feinen Fäden unserer Ökosysteme zu verstehen und daraus konkrete Strategien für eine Welt im Wandel zu spinnen. Dabei blickt die akademische Ausbildung weit über den Tellerrand des klassischen Umweltschutzes hinaus und untersucht soziale Gerechtigkeit, technologische Innovation und wirtschaftliche Vernunft.
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Inhalt:
- Warum Nachhaltigkeit studieren?
- Die Top-10-Bachelor-Studiengänge zu Nachhaltigkeit in Österreich
- Die Top-10-Master-Studiengänge zu Nachhaltigkeit in Österreich
- Berufsperspektiven nach dem Studium
- Fazit: Nachhaltigkeit studieren in Österreich
Warum Nachhaltigkeit studieren?
Sich für ein Studium im Bereich Nachhaltigkeit zu entscheiden, bedeutet, die Rolle des passiven Beobachters gegen die des aktiven Gestalters einzutauschen. Es besteht ein dringender Bedarf an Fachkräften, die komplexe Systeme nicht nur analysieren, sondern auch steuern können. In einer Zeit, in der planetare Grenzen die Regeln für Politik und Industrie neu definieren, wird das Wissen um ökologische Zusammenhänge auf dem Arbeitsmarkt umso wertvoller. Dabei lässt sich die Bildungslandschaft in drei wesentliche Strömungen unterteilen, die jeweils unterschiedliche Hebel für den Wandel nutzen. In den naturwissenschaftlich geprägten Programmen steht das tiefe Verständnis ökologischer Prozesse im Vordergrund, um Mensch und Umwelt als funktionierendes Gesamtsystem zu begreifen. Parallel dazu hat sich ein starker wirtschaftlicher Zweig etabliert: Hier wird die Sprache des Geldes mit der Logik der Ökologie synchronisiert, indem Businessmodelle von innen heraus erneuert und soziale Verantwortung fest in der Konzernwelt verankert werden. Für die technisch Versierten wiederum bilden spezialisierte Ingenieursstudien das Fundament. Hier entstehen die physischen Lösungen für eine klimaneutrale Gesellschaft – von der Kreislaufwirtschaft, in der Abfall zum Rohstoff wird, bis hin zur Entwicklung hocheffizienter Energiesysteme. Österreich bietet für all diese Pfade ein dichtes Netz an spezialisierten Bildungseinrichtungen, die Theorie und Praxis eng miteinander verknüpfen.

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Die 10 Top-Bachelor-Studiengänge zu Nachhaltigkeit in Österreich
Ein Bachelorstudium im Bereich Nachhaltigkeit legt das Fundament für ein Verständnis unserer ökologischen und ökonomischen Systeme. Es geht darum, wissenschaftlich fundierte Antworten auf die drängenden Fragen der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes zu finden. In Österreich bietet sich dabei eine differenzierte Bildungslandschaft, die den Fokus entweder auf systemtheoretische Forschung an den Universitäten oder auf die operative Umsetzung an den Fachhochschulen legt.
Nachhaltigkeits-Bachelor an öffentlichen Universitäten
An den öffentlichen Universitäten steht die wissenschaftliche Tiefe und das Verständnis für das „große Ganze“ im Mittelpunkt. Hier werden keine isolierten Einzellösungen gesucht, sondern die komplexen Wechselwirkungen zwischen Natur, Gesellschaft und globalen Wirtschaftssystemen analysiert. Es ist der ideale Ort für alle, die fundierte Forschung betreiben oder die theoretischen Fundamente für die Politik von morgen legen möchten.
BOKU Wien: Umwelt- und Bioressourcenmanagement
Der Studiengang Umwelt- und Bioressourcenmanagement der BOKU Wien gilt als das Flaggschiff der Nachhaltigkeitsbildung in Österreich und verknüpft Naturwissenschaften, Technik sowie Sozial- und Wirtschaftswissenschaften miteinander. Studierende erhalten eine extrem breite Ausbildung, die von Mikrobiologie und Physik bis hin zu Umweltpolitik und Ethik reicht. Ziel ist es, Experten auszubilden, die das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Nutzen und Umweltschutz aktiv managen können.
Universität Graz: Umweltsystemwissenschaften (USW)
Der Studienzweig der Umweltsystemwissenschaften an der Universität Graz verknüpft Systemwissenschaften mit vier Fachrichtungen, die sich eng an persönlichen Interessen ausrichten lassen. Zur Wahl stehen Management für die nachhaltige Betriebsführung, Economics für einen ökologischen Zugang zur Volkswirtschaft, Geographie, um Teilbereiche des Fachs interdisziplinär zu verbinden sowie Naturwissenschaften-Technologie für eine naturwissenschaftliche Ausrichtung.
WU Wien: Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Zweig: Wirtschaft – Umwelt – Politik)
Der Studienzweig Wirtschaft – Umwelt – Politik der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften lehrt Wirtschaft als ein System, das untrennbar mit politischen Entscheidungen und ökologischen Grenzen verflochten ist. Studierende kombinieren sozial-, wirtschafts- und naturwissenschaftliche Perspektiven, um Lösungen für globale Krisen wie Ressourcenkonflikte, den Klimawandel oder soziale Ungleichheit zu entwerfen. Durch methodische Werkzeuge für evidenzbasierte Strategien und individuelle Wahlfächer bereitet das Studium gezielt auf Karrieren in der wirtschaftlichen und politischen Beratung vor.
TU Wien: Umweltingenieurswesen
An der TU Wien steht im B.Sc. Umweltingenieurswesen eine naturwissenschaftliche Analyse im Zentrum, die ökologische Probleme mittels Mathematik und Mechanik berechenbar macht. Studierende erfassen Daten durch Drohnen oder Satelliten und überführen diese in digitale Simulationen, um Klimafolgen oder künftige Energienetze zu bewerten. Die Ausbildung deckt dabei den Schutz vor Lärm und Luftbelastungen sowie die krisensichere Wasserversorgung ab. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt zudem auf der Kreislaufwirtschaft, um Abfälle durch technische Verfahren wieder in wertvolle Ressourcen zu verwandeln.
Universität Salzburg: Materialien und Nachhaltigkeit
Im Bachelor Materialien und Nachhaltigkeit an der Universität Salzburg liegt das Augenmerk auf der stofflichen Basis unserer Zukunft. Wer hier studiert, lernt neue Werkstoffe so zu entwerfen, dass sie nicht nur technisch überzeugen, sondern auch in geschlossenen Stoffkreisläufen funktionieren und ökologischen Kriterien standhalten. Neben der reinen Materialkunde vermittelt das Programm das nötige Wissen über rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die für echte Nachhaltigkeit in der Produktion unerlässlich sind. So entsteht ein Profil, das technisches Know-how direkt mit ökologischer Verantwortung verknüpft.
Nachhaltigkeits-Bachelor an privaten Fachhochschulen
Fachhochschulen bilden die Brücke von der akademischen Theorie direkt in die operative Praxis der Wirtschaft. Hier geht es weniger um abstrakte Modelle und mehr um die konkrete Entwicklung von grüner Technik oder die Umsetzung nachhaltiger Geschäftsmodelle. Wer Lösungen direkt anwenden und den Wandel in Unternehmen oder technischen Anlagen vorantreiben möchte, findet hier das passende Umfeld
IMC Krems: Sustainability Management
Dieses englischsprachige Studium wird berufsbegleitend absolviert und konzentriert sich darauf, wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischen Grenzen und sozialer Gerechtigkeit zu vereinen. Die Inhalte reichen von Strategien für die Kreislaufwirtschaft bis hin zur Verankerung der UN-Nachhaltigkeitsziele in Organisationen. Praktische Erfahrungen im Ausmaß von 500 Stunden lassen sich flexibel durch den eigenen Job oder ehrenamtliche Arbeit bei NGOs anrechnen. Wer eine eigene grüne Geschäftsidee verfolgt, erhält zudem im schulinternen Founders Lab Unterstützung bei der Umsetzung.
FH Technikum Wien: Erneuerbare Energien
Hier steht das technische Handwerkszeug für die Energiewende im Mittelpunkt, von der ersten Planung grüner Anlagen bis zu deren Wartung. Der Fokus liegt auf der Dimensionierung von Systemen, der energetischen Gebäudesimulation und der Vernetzung in Smart Grids. Praktische Erfahrungen in der ENERGYbase sowie ein integriertes Berufspraktikum bereiten direkt auf die Arbeit in der Anlagenplanung oder Energieberatung vor. Zusätzlich besteht die Option auf einen Doppelabschluss an einer Partnerhochschule in Finnland.
FH Salzburg: Green Building – Design & Engineering
Am Campus Kuchl vereint dieses Studium Architektur und Bauingenieurwesen mit energieeffizienter Gebäudetechnik. Im Mittelpunkt steht die Planung nachhaltiger Lebensräume, wobei der Einsatz nachwachsender Rohstoffe wie Holz und das zirkuläre Bauen zentrale Rollen spielen. Das berufsbegleitende Format ermöglicht eine Spezialisierung in den Bereichen intelligente Gebäudesysteme oder klimagerechte Konstruktion und erlaubt es, die geforderten 450 Praxisstunden direkt im Berufsalltag zu absolvieren.
Modul University Vienna: International Relations and Sustainability
In Wien, einem der wichtigsten diplomatischen Zentren weltweit, verknüpft dieses englischsprachige Bachelor-Programm internationale Politik mit ökologischer Verantwortung. Studierende analysieren globale Machtstrukturen und Klimapolitik, um geopolitische Trends frühzeitig zu erkennen und ethische Lösungswege für Krisen zu entwerfen. Ein intensives 650-stündiges Praktikum sichert den Transfer in die Praxis, während besonders leistungsstarke Teilnehmer die Chance auf ein Auslandssemester an der Universität Oxford haben.
FH Oberösterreich (Wels): Sustainable Solutions
In diesem Studium verschmelzen Technik, Betriebswirtschaft und ökologische Fragen zu einem Profil für angehende Wirtschaftsingenieure. Der Fokus liegt auf der Analyse ganzer Wertschöpfungsketten – von der ersten Produktidee über die Vermarktung bis hin zur Wiederverwertung. Ohne zwingende technische Vorkenntnisse steigen Studierende in interdisziplinäre Projekte ein und spezialisieren sich im letzten Jahr in Bereichen wie Green Design Management, Landwirtschaft & Urban Farming, Abwasser- und Abgasreinigung oder Lebensmitteltechnologie. Das Programm bereitet gezielt auf Rollen in der Nachhaltigkeitsberatung oder auf die Gründung eigener grüner Unternehmen vor.

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Die 10 Top-Master-Studiengänge zu Nachhaltigkeit in Österreich
In der österreichischen Hochschullandschaft bilden Master-Studiengänge im Bereich Nachhaltigkeit die akademische Antwort auf den dringenden Bedarf an Experten, die den sozioökologischen Umbau unserer Wirtschaft aktiv mitgestalten können. Dabei besteht eine klare Differenzierung zwischen den Institutionstypen: Während öffentliche Universitäten den Fokus auf systemtheoretische und forschungsorientierte Grundlagen legen, konzentrieren sich Fachhochschulen auf die technologische Anwendung und das Management grüner Lösungen.
Nachhaltigkeits-Master an öffentlichen Universitäten
An den öffentlichen Universitäten liegt das Hauptaugenmerk auf Forschung und einer starken internationalen Vernetzung. Diese Programme sind darauf ausgerichtet, Studierende zu befähigen, globale ökologische Krisen wissenschaftlich zu durchdringen und evidenzbasierte Strategien für Politik und Wissenschaft zu entwickeln.
Universität Wien: Ecology and Ecosystems
Der englischsprachige Master Ecology and Ecosystems widmet sich dem Zusammenspiel von biologischer Vielfalt und der Stabilität von Ökosystemen – von der Tiefsee bis in die Alpen. Das Studium verknüpft klassische Biologie mit moderner Biogeochemie und nutzt High-End-Verfahren wie Metagenomik, Isotopenanalyse oder Umweltgenetik, um ökologische Prozesse messbar zu machen. Die Ausbildung ist darauf ausgelegt, komplexe Umweltfragen in der Forschung, in Bundesämtern oder bei internationalen Organisationen wie dem WWF wissenschaftlich fundiert zu beantworten.
WU Wien: Socio-Ecological Economics and Policy (SEEP)
An der WU Wien werden im Master Socio-Ecological Economics and Policy (SEEP) gängige Konzepte wie „Green Growth“ hinterfragt und sozioökologische Krisen durch die Brille von Degrowth-Theorien und ökologischer Ökonomik analysiert. Das Programm kombiniert quantitative und qualitative Forschungsmethoden, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen Biosphäre, Gesellschaft und Wirtschaft zu verstehen. Ein zentrales Element ist das „International Classroom“-Konzept, das den globalen Austausch fördert, während das „Service Learning“ die Theorie in Form von Teamprojekten direkt in die Zivilgesellschaft trägt.
BOKU Wien: Climate Change and Societal Transformation
Der englischsprachige Master Climate Chance and Societal Transformation der BOKU Wien nähert sich der Klimakrise durch eine ganzheitliche Brille, die naturwissenschaftliche Fakten mit sozialen Fragen verknüpft. Im Fokus stehen nicht nur die physikalischen Treiber des Wandels, sondern vor allem gerechte Lösungen für die Gesellschaft und Wirtschaft von morgen. Studierende wählen Schwerpunkte zwischen Klimadynamik, Sozialökologie oder transformativer Entwicklung, wobei auch Dynamiken zwischen dem globalen Norden und Süden beleuchtet werden. Durch die Verbindung von Technik, Natur- und Sozialwissenschaften entstehen Experten, die den Umbau zu einer ressourcenschonenden Welt in der Politik, in NGOs oder der Forschung aktiv steuern können.
Uni Graz / TU Graz: Climate and Environmental Monitoring
Im englischsprachigen Kooperationsstudium Climate and Environmental Monitoring von gleich zwei Unis lernen Studierende, Klimaveränderungen durch physikalische Analytik und modernste Technik wie Laserscanning objektiv messbar zu machen. Das Programm verknüpft Geowissenschaften mit Systemmodellierung und Umweltrecht, um technologische Lösungen für den Ressourcenschutz zu entwerfen. Durch den engen Austausch mit dem Wegener Center bereitet die Ausbildung gezielt auf Rollen in der Umweltüberwachung und der strategischen Klimaanpassung vor.
Universität Innsbruck: Environmental Management of Mountain Areas (EMMA)
Der Master Environmental Management of Mountain Areas (EMMA) wird über Ländergrenzen hinweg gemeinsam mit der Freien Universität Bozen durchgeführt und widmet sich der ökologischen Stabilität sensibler Gebirgsregionen. Das Studium ist stark interdisziplinär geprägt und deckt Felder wie Alpine Ökologie, Geoinformatik sowie Land- und Forstwirtschaft ab. Während das erste Jahr in Bozen die naturwissenschaftlichen Grundlagen festigt, bietet das zweite Jahr in Innsbruck Raum für individuelle Vertiefungen im Ressourcenmanagement oder Naturschutz. Die Ausbildung findet primär auf Englisch statt und bereitet darauf vor, komplexe sozio-ökologische Systeme im Alpenraum wissenschaftlich zu analysieren und nachhaltig zu steuern.
Nachhaltigskeits-Master an privaten Fachhochschulen
Die Master-Programme im Fachhochschulsektor bilden die akademische Brücke zur beruflichen Praxis und bereiten gezielt auf Führungspositionen in der Green Economy vor. Hier steht die Befähigung zum operativen Management und zur Umsetzung technologischer Innovationen in Unternehmen im Vordergrund.
Modul University Vienna: Sustainable Development, Management and Policy
Dieser Master in Wien verbindet Management-Know-how mit ökologischen und ethischen Fragestellungen. Studierende bearbeiten reale Fallstudien und können sich in Bereichen wie Data Science oder Innovation Design spezialisieren. Ein besonderes Merkmal ist das Industry Excellence Program, das Master-Studierende mit erfahrenen Mentoren aus der Wirtschaft zusammenbringt. Die Ausbildung erfolgt vollständig auf Englisch und bereitet durch ihre Forschungsnähe gezielt auf Führungspositionen in der Politikberatung oder im ESG-Management vor.
Central European University (CEU): Environmental Sciences and Policy (MESP)
An der CEU in Wien wird dieser einjährige Master als dualer Abschluss (Österreich/USA) vergeben und verknüpft naturwissenschaftliche Analyse mit politischer Steuerung. Das Curriculum ist modular aufgebaut und ermöglicht Spezialisierungen in Bereichen wie Klimaschutz, Ressourcenmanagement oder soziale Gerechtigkeit. Studierende erlernen neben theoretischen Grundlagen auch praktische Methoden der Datenerhebung und Geospatial-Technologien, die im abschließenden Trimester in einer Forschungsarbeit angewendet werden. Da das Programm auf 60 ECTS ausgelegt ist, richtet es sich primär an Absolvent*innen mit einem bereits abgeschlossenen, vierjährigen Bachelorstudium.
FH Technikum Wien: Renewable Energy Engineering
In diesem englischsprachigen Abendstudium liegt der Schwerpunkt auf der technischen Integration erneuerbarer Energien in bestehende Systeme. Die Inhalte reichen von der Dimensionierung moderner Speicher bis hin zur Steuerung von Angebot und Nachfrage in intelligenten Netzen. Studierende lernen, die Effizienz von Anlagen zu steigern und energetische Konzepte für ganze Stadtteile zu entwerfen. Das Programm verknüpft technisches Detailwissen mit wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und bereitet auf spezialisierte Aufgaben in der Energiebranche, Stadtplanung oder Forschung vor.
IMC Krems: Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement
Dieses berufsbegleitende Studium kombiniert wirtschaftliche Fachkenntnisse mit ökologischen und technischen Grundlagen. Im Fokus stehen die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien, ESG-Controlling sowie die Erstellung von Treibhausgasbilanzen mittels Life Cycle Assessment (LCA). Im dritten Semester wählen Studierende zwischen Schwerpunkten in Sustainable Finance oder Abfallmanagement & Recyclingtechnik. Das Programm ermöglicht zudem den Erwerb anerkannter Zusatzqualifikationen, etwa als Abfall- oder Umweltbeauftragte. Durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis bereitet die Ausbildung gezielt auf Aufgaben in der Nachhaltigkeitsberatung oder im strategischen Management vor.
MCI Innsbruck: Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik
In diesem Studium steht die technische Gestaltung und Optimierung nachhaltiger Produktionsprozesse im Mittelpunkt. Das Programm wird als englischsprachiges Vollzeitstudium oder als deutschsprachiges berufsbegleitendes Modell angeboten und verknüpft Ingenieurwissen mit Inhalten aus Management und Recht. Studierende spezialisieren sich in Bereichen wie Anlagenbau, Chemieingenieurwesen, Energietechnik oder Umwelttechnik, um Lösungen für die Wasserreinhaltung oder effiziente Energiespeicher zu entwickeln. Ein optionales Double Degree mit der Universität Genua unterstreicht die internationale Ausrichtung dieser praxisorientierten Ausbildung.

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Berufsperspektiven nach dem Studium: Deine Zukunft in Österreichs Green Economy
Der Sprung vom Hörsaal in die Berufswelt führt heute direkt in die strategischen Zentren der Wirtschaft, da Nachhaltigkeitsaspekte längst in die Vergütungsmodelle des Managements und die offizielle Berichterstattung eingeflossen sind. ESG-Kriterien – also Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung – bilden den neuen Maßstab, an dem sich Betriebe messen lassen müssen. Während die Energiebranche, etwa bei der Verbund AG, Experten für das Management regenerativer Quellen sucht, setzt das Bauwesen verstärkt auf Fachkräfte für ökologisches Bauen und Umweltingenieurwesen. Auch in der Metallindustrie oder der Logistik besteht Bedarf an Kompetenzen in der Recyclingtechnik sowie in nachhaltigen Mobilitätskonzepten und Lieferketten. Dabei geht es nicht nur um ökologische Fragen: Die soziale Komponente gewinnt an Gewicht, sodass Expertise in Bereichen wie Inklusion und Mitarbeiterentwicklung bei Top-Arbeitgebern als wichtiges Profilmerkmal angesehen wird.
Österreich als Studienstandort bietet dabei eine Architektur der Bildung, die Theorie und Anwendung eng miteinander verwebt. Ein wesentlicher Pluspunkt ist die regionale Schwerpunktbildung, die es ermöglicht, sich in spezialisierten Clustern zu bewegen – vom nachhaltigen Bauen in Salzburg bis zur hochwertigen Verwertung von Reststoffen in der Steiermark. Diese Einbettung in lokale Industrien wird durch nationale Strategien zur Bioökonomie und Programmen für „Green Skills“ gestärkt, wodurch Absolventen genau das Rüstzeug erhalten, das für die Umgestaltung der Wirtschaft nötig ist. Die hohe Reputation der heimischen Institutionen, die sich regelmäßig auf internationalen Spitzenplätzen widerspiegelt, unterstreicht die Qualität der Ausbildung. Durch die komplementäre Struktur zwischen forschungsstarken Universitäten und anwendungsorientierten Fachhochschulen lässt sich der Bildungsweg zudem exakt an die eigenen beruflichen Ziele anpassen.
Fazit: Nachhaltigkeit studieren in Österreich
Wer sich für ein Studium im Bereich Nachhaltigkeit entscheidet, greift nicht nur zu Fachbüchern, sondern nimmt aktiv Einfluss auf die Art und Weise, wie wir künftig leben und produzieren. Die öffentlichen Universitäten sind Denkschmieden für jene, die sich für die großen wissenschaftlichen Zusammenhänge begeistern oder später in der Politikberatung den Kurs mitbestimmen wollen. Hier lernt man, die großen Hebel der Gesellschaft zu verstehen und Evidenz für weitreichende Entscheidungen zu liefern. Auf der anderen Seite stehen die Fachhochschulen als Zentren für alle, die Lösungen direkt in die Tat umsetzen. Sie schlagen die Brücke zwischen akademischer Analyse und der realen Welt der Industrie, indem sie Experten für grüne Technik und modernes Management ausbilden. Da ökologische und soziale Kriterien heute fest in der DNA erfolgreicher Unternehmen verankert sind, wird dieses Fachwissen zu einem unverzichtbaren Werkzeug für jede Karriere in der Wirtschaft. Am Ende zählt bei der Wahl des Studienortes vor allem der persönliche Antrieb: Möchte man die theoretischen Fundamente der Forschung legen oder die Energiewende direkt vor Ort in die industrielle Praxis einspeisen? Österreich bietet für beide Ambitionen erstklassige Bedingungen, um den notwendigen Wandel nicht nur zu begleiten, sondern ihn aktiv mitzugestalten
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Corinna Misterek studiert Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Anglistik/Amerikanistik. Sie ist in der Öffentlichkeitsarbeit und im Social-Media-Marketing tätig und sammelte internationale Erfahrung während eines Erasmus-Semesters in Malta. Thematisch interessiert sie sich besonders für Gesellschaft und nachhaltige Ernährung.
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