Jobs mit Impact: Wie Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und echte Chancengerechtigkeit das Arbeiten bei einem der führenden Bauunternehmen Österreichs prägen.

Bild: © PORR

Die Baubranche steht vor einer grundlegenden Neuausrichtung. Wer heute Gebäude und Infrastruktur errichtet, schafft die Grundlagen für die Lebensqualität kommender Generationen. Für die PORR ist dieser Prozess Teil des täglichen Betriebs: Von der emissionsarmen Energieversorgung der Standorte bis hin zur Wiederverwertung von Baustoffen zielt das Unternehmen darauf ab, einen messbaren ökologischen Beitrag zu leisten. Ein verantwortungsbewusstes Bauwesen ist jedoch nur mit Fachkräften möglich, die diesen Weg aktiv mitgestalten. Als „Arbeitgeber der Zukunft“ schafft die PORR daher ein Umfeld, das technologische Innovation mit sozialer Absicherung und einer offenen Unternehmenskultur verzahnt. Im Interview erfahren wir, wie digitale Tools und Kreislaufwirtschaft die Arbeit auf der Baustelle moderner und ressourcenschonender machen.

Im Interview: Martina Auer-Klass, Head of HR bei der PORR

Bild: © Gabor Mayerhofer

JOBVERDE.at: Die Baubranche steht vor großen ökologischen Herausforderungen. Wie setzt die PORR das Konzept der Nachhaltigkeit in ihren täglichen Bauprojekten in Österreich um?

MARTINA AUER-KLASS: Die Baubranche gestaltet unsere Lebensräume und trägt damit eine große Verantwortung für Umwelt und Klima. Bei der PORR ist nachhaltiges Bauen daher fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit auf der Baustelle. Wir reduzieren Emissionen durch den Einsatz alternativer Treibstoffe, bauen erneuerbare Energien aus und steigern die Energieeffizienz unserer Standorte. Gleichzeitig setzen wir auf ressourcenschonende Bauweisen und innovative Baustoffe. So schaffen wir Infrastruktur und Gebäude, die langfristig einen Mehrwert für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft leisten.

Ressourceneffizienz: Ein wichtiger Hebel ist das Baustoff-Recycling. Welche Ansätze verfolgt die PORR, um den Einsatz von Primärrohstoffen zu reduzieren und Kreislaufwirtschaft auf der Baustelle zu etablieren?

MARTINA AUER-KLASS: Die PORR verfolgt das Ziel, die Wertschöpfungskette Schritt für Schritt zu einem geschlossenen Materialkreislauf weiterzuentwickeln. Dazu werden Baurestmassen recycelt und – wo möglich – direkt wieder auf unseren Baustellen eingesetzt. Durch eigene Kompetenzen im Rückbau, in der Altlastensanierung und im Recycling können wir Materialien gezielt zurückgewinnen und weiterverwenden. So reduzieren wir den Einsatz von Primärrohstoffen und stärken die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen.

Arbeitgeber-Identität: Die PORR wurde als „Arbeitgeber der Zukunft“ ausgezeichnet. Was verbirgt sich hinter diesem Titel und welche konkreten Vorteile bietet das Ihrem Team?

MARTINA AUER-KLASS: Die Auszeichnung als „Arbeitgeber der Zukunft“ bestätigt, dass PORR Arbeitgeberthemen strategisch, zukunftsorientiert und authentisch angeht. Sie steht für eine starke Arbeitgeberidentität, die sich an aktuellen und künftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes orientiert – von moderner Führung über Digitalisierung bis hin zu nachhaltigem Wirtschaften.

Für unsere Mitarbeitenden bedeutet das vor allem ein Umfeld, in dem alle ESG-Dimensionen ernst genommen werden: Environmental durch verantwortungsvolles Bauen und Klimaziele, Social durch Arbeitssicherheit, lebenslanges Lernen, Chancengleichheit und eine wertschätzende Zusammenarbeit sowie Governance durch klare Strukturen, Prozesse, Transparenz und Verlässlichkeit. Das schafft Orientierung, Stabilität und eine langfristige Perspektive – für das Unternehmen wie für jedes einzelne Teammitglied.

Bild: © PORR

Technologie & Digitalisierung: Inwiefern helfen digitale Tools und neue Baumethoden bei der PORR dabei, die Arbeit für die Menschen sicherer und gleichzeitig ressourcenschonender zu machen?

MARTINA AUER-KLASS: Die Zukunft der Baustellen liegt in der Digitalisierung. Plattformen, Tools und maschinelle Innovationen sind maßgeblich daran beteiligt, die Arbeit sicherer und effizienter zu gestalten. Mit Building Information Modeling wird ein digitaler Zwilling des Gebäudes erstellt, bei dem alle Beteiligten Zugriff auf die aktuellsten Informationen haben. Mit Drohnenflügen monitoren wir den Arbeitsfortschritt, mit Automatisierungslösungen unterstützen wir zum Beispiel Überkopfarbeiten. Mit Plattformen wie Sequello vernetzen wir die Wertschöpfungskette Bau. Ressourcenschonung beginnt mit der präzisen Kenntnis der Datenlage.

Chancengerechtigkeit: Wie stellt die PORR sicher, dass in einer traditionell männlich geprägten Branche Vielfalt und Gleichberechtigung aktiv gelebt und gefördert werden?

MARTINA AUER-KLASS: Die Bauwirtschaft ist traditionell männlich geprägt – deshalb gestaltet die PORR Vielfalt und Chancengerechtigkeit aktiv und strategisch. Mit klar definierten Zielen zur Erhöhung des Frauenanteils, insbesondere in Führungspositionen, gezieltem Recruiting junger Frauen sowie Kooperationen mit Schulen, Universitäten und MINT-Initiativen setzen wir früh an.

Initiativen wie Women@PORR mit Mentoring-Programmen, Micro-Workshops und gezielter Vernetzung stärken Frauen nachhaltig in ihrer Karriereentwicklung. Strukturierte Entwicklungsdialoge, flexible Arbeitsmodelle sowie ein konsequentes Monitoring – etwa beim Gender Pay Gap – sorgen für faire Rahmenbedingungen.

Darüber hinaus setzt die PORR mit der gezielten Sensibilisierung für Diversität und Inklusion einen weiteren wichtigen Schritt hin zu nachhaltiger Vielfalt. Denn gelebte Vielfalt beginnt mit Bewusstseinsbildung und der aktiven Gestaltung eines inklusiven Arbeitsumfelds. So stellt die PORR unter anderem Gebetsräume für die unterschiedlichen vertretenen Religionen zur Verfügung. Lehrlinge wie auch Führungskräfte werden durch interaktive Weiterbildungen für die zentralen Aspekte von Diversität und Inklusion sensibilisiert.

Die Funktion des Diversity & Inclusion Officers verantwortet dabei die kontinuierliche Weiterentwicklung und strategische Förderung von Inklusion innerhalb der PORR Gruppe.

Unser Anspruch ist es, ein inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem unterschiedliche Perspektiven ausdrücklich erwünscht sind – weil Vielfalt Innovation, Sicherheit und wirtschaftlichen Erfolg messbar stärkt.

Mitarbeiterbindung: Was tut die PORR konkret für die langfristige Gesundheit und die Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden – sowohl im Büro als auch direkt auf der Baustelle?

MARTINA AUER-KLASS: Mitarbeiterbindung bedeutet für die PORR aktives Gesundheitsmanagement – und weit mehr. Mit einem ISO-zertifizierten Betrieblichen Gesundheitsmanagement investiert die PORR gezielt in Arbeitssicherheit, Prävention und psychische Gesundheit – sowohl auf der Baustelle als auch im Büro. Regelmäßige Gesundheitschecks, arbeitsmedizinische Betreuung, Resilienz-Programme und konkrete Präventionsmaßnahmen sorgen dafür, dass Mitarbeitende langfristig gesund, leistungsfähig und zufrieden bleiben. Darüber hinaus setzt die PORR auf attraktive Benefits und kontinuierliche Weiterentwicklung. Dabei versteht die PORR lebenslanges Lernen als zentralen Bestandteil nachhaltiger Mitarbeiterbindung: Durch individuelle Entwicklungsmaßnahmen und kontinuierliche Qualifizierung werden fachliche wie persönliche Kompetenzen gestärkt und langfristige Perspektiven im Unternehmen geschaffen. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen es zudem, Arbeit und Privatleben in jeder Lebensphase gut miteinander zu vereinbaren. So schafft die PORR Rahmenbedingungen, die Motivation, Bindung und Zufriedenheit der Mitarbeitenden nachhaltig stärken.

Bild: © MW Architekturfotografie

Regionales Engagement: Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und die Wertschöpfung in Österreich für Ihre Nachhaltigkeitsstrategie?

Regionale Wertschöpfung ist ein zentraler Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Die PORR arbeitet eng mit lokalen Partnern, Lieferanten und Subunternehmen zusammen und stärkt so regionale Wirtschaftskreisläufe. Kurze Transportwege reduzieren Emissionen und erhöhen gleichzeitig die Effizienz auf der Baustelle. Darüber hinaus investieren wir gezielt in lokale Netzwerke, Kooperationen und Ausbildungsinitiativen, um langfristig Fachkräfte zu sichern und nachhaltige Entwicklungen in den Regionen aktiv mitzugestalten.

Zukunfts-Perspektive: Warum ist die PORR der richtige Ort für Fachkräfte, die die Zukunft des Bauens aktiv und nachhaltig mitgestalten möchten?

Für Fachkräfte, die die Zukunft des Bauens aktiv und nachhaltig mitgestalten wollen, ist PORR genau der richtige Ort – weil hier Vision und Verantwortung konkret zusammenkommen.

Als eines der führenden Bauunternehmen in Europa setzt PORR nicht nur auf technologische Innovationen wie Digitalisierung, Building Information Modeling und neue Bauverfahren, sondern integriert Nachhaltigkeit wirklich in alle Entscheidungen – vom emissionsarmen Bauen über Ressourceneffizienz bis zu langfristigen Klimazielen. Gleichzeitig wird die Bedeutung von Menschen im Unternehmen sichtbar gelebt: Sicherheit, Weiterentwicklung und Mitgestaltung sind keine Floskeln, sondern tägliche Praxis.

Das bedeutet für Fachkräfte: Sie arbeiten an echten Zukunftsthemen, tragen Verantwortung für unterschiedlichste Projekte und finden bei PORR ein Umfeld, in dem ihre Ideen geschätzt und umgesetzt werden. Wer Wert auf Zukunftsfähigkeit, Sinnhaftigkeit und impact-orientiertes Arbeiten legt, findet hier nicht nur einen Job, sondern eine Perspektive mit Wirkung.

Fazit: Karriere im Bauwesen bei der PORR AG

Die PORR begreift Nachhaltigkeit weit über den ökologischen Aspekt hinaus. Während technische Innovationen wie das Building Information Modeling und das Recycling von Baurestmassen die Ressourceneffizienz steigern, sichern flexible Arbeitsmodelle und ein zertifiziertes Gesundheitsmanagement das Wohlbefinden der Belegschaft. Besonders hervorzuheben ist das Engagement für Chancengerechtigkeit: Initiativen wie Women@PORR und die gezielte Sensibilisierung für Diversität zeigen, dass hier aktiv an einer modernen Unternehmenskultur gearbeitet wird. Für Fachkräfte, die nach Sinnhaftigkeit und langfristiger Perspektive suchen, bietet die PORR somit ein Arbeitsumfeld, in dem ökologische Verantwortung und berufliche Weiterentwicklung gelebt wird.

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Corinna Misterek

Corinna Misterek studiert Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Anglistik/Amerikanistik. Sie ist in der Öffentlichkeitsarbeit und im Social-Media-Marketing tätig und sammelte internationale Erfahrung während eines Erasmus-Semesters in Malta. Thematisch interessiert sie sich besonders für Gesellschaft und nachhaltige Ernährung.


Corinna Misterek

Corinna Misterek studiert Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Anglistik/Amerikanistik. Sie ist in der Öffentlichkeitsarbeit und im Social-Media-Marketing tätig und sammelte internationale Erfahrung während eines Erasmus-Semesters in Malta. Thematisch interessiert sie sich besonders für Gesellschaft und nachhaltige Ernährung.

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