Mit der Kindernothilfe Österreich Zukunft für Kinder stiften

INTERVIEW | Die Kindernothilfe Österreich setzt sich für die Rechte und den Schutz von Kindern weltweit ein. Im Interview erfahrt ihr mehr zur Arbeit und Organisation der Stiftung.

JOBVERDE: Lieber Gottfried Mernyi, stell uns die Kindernothilfe Österreich gerne einmal vor. Was genau macht euch aus und was sind eure Kernziele?

Gottfried Mernyi: Unser Ziel ist es, benachteiligten Kindern in den ärmsten Regionen der Welt eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor Gewalt, Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und Ernährungssicherung. Wir setzen uns für die Einhaltung und Umsetzung der Kinderrechte ein, damit Armut und ausbeuterische Kinderarbeit ein Ende finden.

Denn Millionen von Mädchen und Buben fehlen die elementarsten Dinge wie sauberes Wasser oder regelmäßige Mahlzeiten. Außerdem müssen rund 152 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren, 73 Millionen von ihnen sogar unter unzumutbaren und gefährlichen Bedingungen schwer arbeiten. Diese Situation ist unerträglich. Die Kindernothilfe hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Kindern nachhaltig zu helfen, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können.

In welchen Ländern und zu welchen Themenbereichen führt ihr Projekte durch?

Die Kindernothilfe ist in mehr als 30 Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika tätig. Die Schwerpunkte unserer Arbeit liegen in den Bereichen Ernährungssicherung, Bildung, Armutsbekämpfung und Schutz vor Gewalt. In Katastrophenfällen leisten wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen humanitäre Hilfe.

Wie kann man sich die Arbeit eurer Projekte in etwa vorstellen?

Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen vor Ort wollen wir nachhaltige Veränderungen bewirken. Deshalb bedarf es vielseitiger Herangehensweisen, die gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen stattfinden: Bildung ist immer ein Schlüssel, der Armutsspirale zu entkommen. Und deshalb ermöglichen wir Mädchen und Buben einen Schulbesuch, damit sie Lesen und Schreiben lernen. Im Rahmen von Selbsthilfegruppen erlernen die ärmsten Frauen der Dorfgemeinschaft Fertigkeiten, um unabhängig und nachhaltig zu wirtschaften. Wenn es gelingt, Strukturen zu verbessern, müssen Kinder auch nicht mehr arbeiten, denn das Familieneinkommen ist gesichert. Und wenn man* Lesen und Schreiben kann, wird Menschen auch nicht mehr „ein X für ein U“ vorgemacht. Ich könnte das noch sehr lange ausführen, aber dafür reicht der Platz wohl nicht aus.

Die Kindernothilfe setzt sich weltweit für benachteiligte Kinder ein. (Bild: Andreas Wagner, Kindernothilfe)

Welche Möglichkeiten gibt es, die Kindernothilfe zu unterstützen?

Die Kindernothilfe kann mit der Übernahme einer Patenschaft oder durch die Beteiligung als Schrittmacher*in in unserem Herzensprojekt unterstützt werden. Zudem helfen uns nachhaltige und langfristige Firmenkooperationen sowie zielgerichtete Einzelspenden. Diese Unterstützungsformen ermöglichen uns, dem Leben von Mädchen und Buben in Notsituationen eine positive Wendung zu geben.

Was macht die Arbeit bei der Kindernothilfe für dich persönlich so besonders?

Die Arbeit im Netzwerk der Kindernothilfe ist für mich ein großes Privileg: Man lernt wunderbare Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen kennen und darf mit ihnen gemeinsam etwas Sinnvolles zum Schutz und zur Stärkung von bedürftigen Kindern betragen.

Welche Voraussetzungen sollten Bewerber*innen für die Arbeit bei der Kindernothilfe mitbringen?

Bewerber*innen sollten sich in jedem Fall für unsere internationale Arbeit interessieren und zudem das Interesse mitbringen, sich im Non-Profit-Bereich zu engagieren. Um es mit einem Sprichwort aus Haiti zu sagen: „Wo viele Hände zugreifen, ist die Last nicht schwer.“

Welche Jobmöglichkeiten bietet die Kindernothilfe?

Die Kindernothilfe Österreich besteht aus einem kleinen aber starken und vor allem motivierten Team. Job-Ausschreibungen gibt es fallweise in ganz verschiedenen Bereichen – von Praktikant*innen-Stellen über administrative Tätigkeiten bis hin zu fachspezifischer Expertise in den Bereichen Rechnungswesen, Projektmanagement, Kommunikation oder Fundraising.

Vielen Dank für das Interview, lieber Gottfried Mernyi!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an die Kindernothilfe Österreich stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare – wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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